Oberflächlichkeit – Gedicht

Oberflächlichkeit, deine Augen sind ganz trüb.

Drum weiß ich, dass du mich nicht liebst.

Trägt der Mensch auch Maske und Kostüm,

kann man trotzdem seine Augen sehen.

Oberflächlichkeit, lass dich draußen vor der Tür.

Ich gehe zurück, ich gehe zurück zu mir.

Kommt das Verständnis dann von innen drin,

kann ich wieder vor die Türe gehen.

Oberflächlichkeit lädt ein,

wer sagt denn heute schon noch nein.

Nicht nur Blei hat ein Gewicht,

auch das Wort, vergiss es nicht.

Oberflächlichkeit ist schön,

doch würde ich auch gerne Inhalt sehen.

Ohne Geist und ohne Licht

hält am Menschen die Hülle nicht.

Oberflächlich ist es gleich,

malen wir die Welt schwarz-weiß.

Die Feinheit sieht man mit dem Herzen,

sie bringt echte Freude und die wahren Schmerzen.

Oberflächlich gehen wir,

alle, über, neben mir, immer nur voran.

Man kann vorwärts und dabei nach hinten gehen,

doch umgekehrt wird es nie geschehen.

Oberflächlich ist der Weg,

den man oft mit Menschen geht.

Der Geist berührt den Anderen kaum,

der Abstand schafft – Begegnungsraum.

Oberflächlich verbannen wir

Träume aus dem Alltag hier.

Unsere Welt ist voller Träume,

und unsere Träume sind die Welt.

Oberflächlichkeit, du begleitest mich von Anfang an,

dein Schein ist schön,

doch dein Schatten ist viel zu lang.

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~ von Paradiesstaub - 7 Dezember, 2008.

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