Über Kontraste

Kontraste schaffen ist eine der wichtigsten Dinge im Leben, ohne sie könnten wir nicht sein. Denn nur wer Kontraste schafft, kann Konturen sehen. Dabei ist es nicht wichtig, wie wir uns damit beschäftigen, sondern vielmehr, dass wir uns damit beschäftigen. Die Auseinandersetzung mit etwas Neuem schafft automatisch Kontraste, auf die Eine oder die Andere Art.

Nehmen wir eine Beziehung. Dadurch dass man einer Person nahe ist, schafft man in gewisser Weise Kontraste und lernt sie besser kennen. Doch erst wenn die Beziehung zu Ende ist und man die Person aus der „Ferne“ betrachtet, versteht man Vieles. Warum das der Fall ist? Ganz einfach, weil wir andere Kontraste schaffen und dadurch Dinge verstehen, die wir aus der Nähe nicht verstehen konnten. Kontrast schaffen heißt, etwas vorfinden oder etwas nicht vorfinden und dabei ist beides aufschlussreich. In einer Beziehung ist die Nähe natürlich angenehmer, aber von dem Standpunkt des Verstehens aus ist es egal.

Zwei weitere Beispiele:

Ein Mönch zieht sich mehrere Jahre in die Berge zurück, um die Welt besser zu verstehen. Klingt Paradox, doch vergrößert er dabei seinen Fokus und betrachtet die Welt mit mehr Distanz. Dadurch kann er Zusammenhänge verstehen, die uns verborgen bleiben, da wir zu nahe am Geschehen sind. Gleiches gilt auch für fremde Kulturen. Wir haben teilweise eine sehr klare Sicht, auf die für uns neuen Strukturen, da wir nicht Teil dieser sind. Das heißt nicht, das wir sie besser verstehen, als ihre Mitglieder, doch nehmen wir bestimmte Aspekte als Außenstehender klarer wahr.

Das bewusste Wissen um das Schaffen von Kontrasten erlaubt einem, ein tieferes Verständnis für unsere Umwelt und einen schärferen Blick auf unsere eigene innere Welt. Alles eine Frage des Kontrastes 😉

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~ von Paradiesstaub - 12 Dezember, 2008.

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