Buch: Einstiegsguide – Von Windows zu Ubuntu Linux

Eine ausführlichere Anleitung sollte es werden, ein Buch ist es geworden (113 Seiten mit über 190 Bildern!). Am Anfang stand die Idee, Freunden und Bekannten eine Einleitung in Ubuntu an die Hand zu geben, die es ihnen ermöglicht, sich schneller zurecht zu finden.

Anstatt mit Begriffen um mich zu werfen und die Linux-Geschichte/Philosophie zu erläutern, habe ich den Fokus auf die leichte Umsetzbarkeit und den „normale“ PC-Anwender gelegt.

In diesem Buch erkläre ich von Anfang an, wie eine Ubuntu-CD erstellt, Ubuntu-Linux auf dem PC installiert und konfiguriert wird. Ich erhebe dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit, mir geht es darum, Wege und Möglichkeiten offen zu legen nach dem Motto: „Mit wenig, so schnell, so weit wie möglich“.

Wie kommt man dazu, ein solches Buch zu schreiben?

Zwei Monate vor dem Erscheinen der aktuellen Ubuntu-Version (9.10 Karmic Koala) hatte ich die Idee, eine ausführlichere Anleitung zu schreiben. Damit wollte ich etwas an die großartige Community zurückgeben. So fing ich an, Gedanken und Links zu sammeln und im Geiste die Abschnitte vorab auszuarbeiten. Die Hauptproblematik nach der Installation eines neuen Betriebssystems ist immer die Gleiche:

– Wo ist was

– Wie installiere ich Programme

– Wie heißt das Programm, das Aufgabe XY erledigen

Nicht weniger als eine neue Welt gilt es zu entdecken, und ich hoffe, ich kann euch einen Schritt weit begleiten. Das Buch steht unter folgender Creative Commons-Lizenzen: CC-BY-NC-SA und kann kostenlos heruntergeladen werden.


Update

Neue Version online!

PDF: Einstiegsguide – Von Windows zu Ubuntu Linux (13 MB)

Google Docs (geringer Auflösung)

CD-Cover

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~ von Paradiesstaub - 7 Januar, 2010.

14 Antworten to “Buch: Einstiegsguide – Von Windows zu Ubuntu Linux”

  1. Sehr umfangreich und dank der vielen Screenshots sicherlich DAU-kompatibel!

    Eines möchte ich aber noch los werden:
    Ich finde es alles andere als empfehlenswert, bei OpenOffice das Standardformat auf .doc umzustellen. Die unwissenden Anwender werden sich dann nur über OpenOffice ärgern, da ständig Formatierungsfehler auftreten werden. Es reicht völlig aus, wenn du erwähnst, dass man OpenOffice-Dokumente auch als .doc für MS Word speichern kannst. Du solltest aber dabei unbedingt erwähnen, dass so gespeicherte Daten dennoch Fehler beim Öffnen mit MS Word enthalten (können).

    Und um dein Werk etwas bekannter zu machen, könntest du beim Wiki-Team von ubuntuusers.de nachfragen, ob sie die PDF-Datei auf http://wiki.ubuntuusers.de/Medien verlinken.

  2. Der Grund warum ich darauf hinweise, dass als Standard-Speichertyp .doc eingestellt werden kann, ist folgender:

    Nicht so computerversierte Menschen können schlecht zwischen den verschiedenen Datentypen unterscheiden und werden davon ausgehen, dass jeder das von ihm gespeicherte Dokument (.odt) öffnen kann. Leider ist dem nicht so (mit dem Einzug neuerer Word-Versionen wird sich das ändern – auch wenn MS bei .odt etwas ‚bockig‘ ist).

    Hier gilt es zwischen einer möglicherweise nicht ganz korrekten Darstellungsweise in anderen Schreibprogrammen und dem großen Interesse vieler Anwender abzuwägen, die einen möglichst simplen Weg bevorzugen. Ich hatte schon öfters den Fall, dass ein Freund nichts ahnend einem Dritten eine Mail mit einer Textdatei im Anhang im .odt-Format zugeschickt hat. Der Empfänger konnte die Datei nicht öffnen und die Ratlosigkeit war groß. Generell ist das Nutzen von .odt erstrebenswert und mit der einfachen Möglichkeit von OpenOffice, PDFs zu erstellen, ist auch die einfache Textweitergabe sichergestellt.

    Momentan bin ich dabei Fehler zu sammeln und werde die Tage eine aktualisierte Version online stellen. Dann ergänze ich den OpenOffice-Abschnitt um ein paar Zeilen, die für Klarheit sorgen sollten. Dir möchte ich für die Hinweise danken, besonders für den UU.de-Link.
    Nach einer kurzen „Text-Reifephase“ werde ich mich bei ihnen melden.

    Grüße
    Paradiesstaub

  3. Hallo Paradiesstaub!
    Yet another nice Ubuntu Manual!
    Zur Zeit werden ja mehrere geschrieben, sie unterscheiden sich sind aber alle hilfreich…
    Ich werde diese Dokumentation auf jedenfall weiterempfehlen!

    MfG Tim

  4. Danke, eine sehr schöne Beschreibung!

  5. Danke!
    Am Wochenende lade ich eine leicht verbesserte Version hoch.

  6. Hallo Paradiesstaub,
    Coole Sache, aber ich stehe immer wieder vor der Frage: Wie kriege ich meine Programme und Einstellungen vom ‚alten‘ PC auf den ’neuen‘ oder von der alten Ubuntu-Version 8.04 LTS Hard Heron auf die neue 10.04 LTS Lucid Lynx?
    Bei dieser Aufgabe kann Linux sicherlich massiv Punkte einheimsen, im Vergleich zu dem Betriebssystem dessen Name wir hier nicht aussprechen (wollen).

  7. Hi. Sehr sehr schicke Anleitung! Ein paar Fehler habe ich allerdings gefunden:
    Seite 18:
    – Das bei der Installation angegebene Passwort ist NICHT das root-Passwort. Es ist das Passwort des normalen Users, den man bei der Installation anlegt. Dieser User ist wie alle anderen eingeschraenkt, kann aber ueber sein Passwort Admin-Aufgaben erledigen. Ich wuerde den Hinweis einfach ganz entfernen.

    Seite 67:
    – Es gibt viele Wege root zu werden. Die ueblichen mit sudo sind allerdings: „sudo -i“ oder „sudo -s -H“ (bei letzterem bleibt man im aktuellen Verzeichnis, ersteres: i = interactive). sudo -i ruft die standard-shell auf. „sudo bash“ ist SEHR gefaehrlich. bash kann ja sonstwas sein 😉
    – Bei den Tastenkombinationen empfehle ich noch STRG+R. Das ist so ziemloich die nuetzlichste ueberhaupt 😉 (rekursives suchen in der history)

    Tip:
    Als Brennsoftware wuerde ich InfraRecorder empfehlen. Ist opensource und laeuft super.

    Sonst.. sehr gut 😉

  8. Ich habe mal einen kurzen Blick drauf geworfen und es ist sehr gelungen 🙂
    Vielleicht solltest du noch erwähnen, dass das zu verkleinernde Windows-Dateisystem am besten noch defragmentiert werden sollte.

  9. Hallo Paradiesstaub,

    da hast Du Dir aber viel Mühe gemacht! Klasse!

    Ich schreibe manchmal selbst kleine Anleitungen für Kunden, und weiss, wie immens zeitaufwendig das Erstellen einer solchen ist.
    Allein schon nur das Überprüfen, ob man auch nicht den kleinsten Fehler gemacht hat.

    *Was das Dokumentformat in OpenOffice betrifft*

    Auch ich bin der Meinung, dass ein Umstellen auf das MS *.doc Format nicht so gut ist:

    – Die User lernen nicht, wie sie mit ihrem Programm richtig
    umzugehen haben. Dateiformate zu kennen ist nunmal wichtig.
    Und es wird nichts übermenschliches gefordert, wenn man es
    lernen soll. Im Strassenverkehr muss ich auch die Schilder
    kennen. Da ich seit langem auch Benutzer schule, weiss ich aus
    Erfahrung, dass es ok ist zu erklären, was es mit den
    Dateiformaten auf sich hat. Dabei erkläre ich nur zwei, drei
    Arten bei der Textverarbeitung. Mehr ist erstmal nicht nötig.
    Die, die es nicht so ganz verstehen, schreibe ich eine kleine
    Schritt-für-Schritt Anleitung.

    – Generell sollte man aus Sicherheitsgründen keine Dokumente aus-
    tauschen, die Skriptfähig sind. Ich empfehle dann RTF, nativen
    E-Mailtext, oder PDF. Ja, PDF ist auch scriptfähig, und ja,
    es sind im Moment so einige Exploits dafür unterwegs.
    Dennoch halte ich es für ein vertretbares Risiko, da die
    Benutzer die PDF Dateien selbst erstellen.

    – OpenOffice ist nicht MS Office 😉
    Wer wechselt, sollte dies auch konsequent tun.
    Das sorgt auch immer wieder mal für Nachfragen was denn dieses
    OpenOffice ist. Schaden kann es nicht, und so mancher wechselte
    danach auch auf OpenOffice.

    – Microsoft gängelt seine Kunden. Mit jeder neuen Office Version
    wird ein neues Dateiformat erfunden. Ein Schelm wer böses dabei
    denkt, wenn er die Hotlinepreise von MS sieht 😉

    Ich wünsche weiterhin viel Ausdauer bei der Weiterentwicklung dieses Handbuches. Werde es weiterempfehlen.

    Gruß aus Berlin,
    Niko

    P.S. wie kamst Du auf den Namen „Paradiesstaub“?

  10. Vielen Dank für die Rückmeldungen!
    Wenn ich am WE genügend Zeit und Muse finde, update ich das Buch.
    Leider habe ich es in OO geschrieben, was bedeutet, dass ein Zeilenumbruch die komplette Formatierung verschiebt (hundert Seiten einrücken dauert) – LaTeX dürfte für ein solches Projekt weitaus geeigneter sein (habe gestern angefangen, mich mit LyX zu beschäftigen).

    Zu .doc und .odt:
    Mir ist ‚.odt‘ lieber, ganz klar. Leider haben viele Menschen („normale“ Menschen) mit den Dokumentformaten so ihre Probleme. Über die Hälfte der Menschen, denen ich Ubuntu installiert habe, konnten mit Dateiformaten nichts anfangen. Für sie ist eine Textdatei eine Word-Datei und somit ein ‚.doc‘. Wir vergessen oft, dass es viele Menschen da draußen gibt, die sich nicht so viel mit dem PC beschäftigen. Die wollen einfach nur, dass es läuft. Das Speichern einer Datei an einem bestimmten Ort im Dateisystem ist für sie schon eine Herausforderung. Nichts für ungut, ihr könnt gerne eine andere Meinung vertreten, doch ich halte den Hinweis weiterhin für notwendig (derzeit auf Seite 38 zu lesen).

    Wie man auf den Namen Paradiesstaub kommt?
    Ich habe etwas Verspieltes, etwas, das Zauber hat, gesucht – und wohl auch gefunden 🙂

    Der Blog ist ein Sprachrohr für mich, um Gedanken in die Welt zu funken und gerne darf zurück gefunkt werden. Ursprünglich hatte ich geplant, nur Gedankengänge, Kurzgeschichten und Gedichte im Blog zu veröffentlichen. Mittlerweile ist es ein Kuddelmuddel aus Allem.

    Das Was- und Wie-Bloggen beschäftigt mich immer wieder.
    Philosophische Gedanken für die Masse zuzuschneiden, ist nicht sonderlich förderlich (da sie zerrissen werden) und sie in ihrem Urzustand zu lassen, meist auch nicht. Wenns flutscht, dann flutscht es eben, und wenn mich die Muse küsst – dann schreib ich auch mal einen Text online.

  11. […] hat in seinem Blog eine, wie ich finde, geniale Anleitung für User geschrieben, die von Windows auf Ubuntu umgestiegen sind. Eigentlich ist es keine […]

  12. Ich habe deinen Ubuntu-Einstiegsguide als Urlaubslektüre mitgehabt – und bin begeistert !! :-))

    Die Idee: genial
    Die Gliederung: clever
    Die Ausführung: hervorragend

    Obwohl ich nun schon seit drei Jahren intensiver Ubuntu-Nutzer bin, habe ich dennoch eine ganze Menge neuer Sachen (kennen)gelernt. Spitze!! 🙂

    Einziger Wehrmutstropfen: Wer jetzt in die Welt von Ubuntu einsteigt, wird dies wohl mit Lucid Lynx machen. Und da sehen die Screenshots halt doch wieder etwas anders aus … für Voll-DAUs wahrscheinlich sehr verwirrend 😉

    Bitte bleib‘ dran an der Sache. Du hast ein fantastisches Werk geschaffen!!

  13. […] hat in seinem Blog eine, wie ich finde, geniale Anleitung für User geschrieben, die von Windows auf Ubuntu umgestiegen sind. Eigentlich ist es keine […]

  14. […] hat in seinem Blog eine, wie ich finde, geniale Anleitung für User geschrieben, die von Windows auf Ubuntu umgestiegen sind. Eigentlich ist es keine […]

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